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Use it, break it, fix it, pick and place it… Maker Faire Berlin 2016

Wie schon im letzten Jahr haben auch in diesem Oktober die Maker Faire Berlin besucht, die nun nicht mehr im Postbahnhof ihre Zelte aufschlägt, sondern in die Station am Gleisdreieck expandiert ist.

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Gruppenfoto mit dem Maker Bot

Auch diesmal stellten etliche Firmen und Vereine ihre Produkte und Idee vor. Nach wie vor wurden etliche 3D-Drucker in diversen Ausführungen und Pick-and-place-Maschinen demonstriert. Stärker vertreten waren in diesem Jahr Dronen (wie die Crazyflie von Bitcraze), ebenso wie Citizen Science, intelligente Gewächshäuser (wie das sich gerade crowdfundende Projekt fresh square) und Lernmaterialien für junge Bastler (wie der Raspberry Pi basierte Rechner pi-top).

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Gewächshaus von Fresh Square

Besondere Aufmerksamkeit erregte der R2 Builders Club,  der originalgetreu nachgebaute durch die Hallen fahren ließ.

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R2D2 in Aktion

In Hinblick auf unsere eigenen Projekte könnte der Handschuh Specktr durchaus interessant sein, vor allem in Kombination mit unserer modularen  Sensorlösung Sentient Light.

Wir wollen eine WunderBar!

Auf der diesjährigen Maker Faire in Berlin hatten wir erstmals Gelegenheit Relayr.io’s WunderBar live zu bestauen. Die WunderBar ist ein Starter Kit für das IoT – das Internet der Dinge.

Internet der Dinge bezeichnet die Erweiterung alltäglicher Gegenstände mit einem Mikroprozessor, der sich mit Mikroprozessoren in anderen Geräten vernetzen kann. Der Prozessor erweitert über Sensoren und Aktoren die rein „mechanische“ Funktion des jeweiligen Gerätes durch Funktionen, welche erst durch den Informationsaustausch mit anderen Geräten möglich werden.

Am Beispiel der WunderBar geschieht der Informationsaustausch über Funk, genauergesagt Bluetooth Low Energy, realisiert mithilfe des Nordic Semiconductor nRF51822. Wir hatten unlängst schon auf diesem Blog über den Chip berichtet.  Er ist seinen Konkurrenzprodukten durch seine ausführliche Dokumentation voraus, welche die Firmware-Entwicklung erheblich erleichtert.

Auf der WunderBar finden sich ein Hauptmodul und sechs BLE-Module. Das Hauptmodul enthält neben dem nRF51822 einen Freescale-Prozessor und einen WLAN-Chip. Durch die letzteren beiden kann über den heimischen Router eine Anbindung ans Internet realisiert werden. Verbindet man das Haupt-Modul darüber mit Relayr.io’s Cloud, so kann man auch von unterwegs mit den heimischen Module interagieren.

Die sechs BLE-Module tragen neben einem nRF51822 jeweils Sensor und/oder Aktor, z.B. eine LED, ein Gyrometer, ein Accelerometer usw. Versorgt werden die BLE-Module mit Knopfbatterien auf der Rückseite, das Hauptmodul mit einem flachen Akku.

Sowohl Hardware als auch Software sind offen und frei verfügbar. Update 30.11.2015: Leider ist nur die Hardware offen und gut dokumentiert. Die Software ist, bis auf ein paar C-Bibliotheken zum Auslesen der Sensor-Werte, Closed Source.

Nachdem wir uns ohnehin mit dem nRF51822 auseinandersetzen und bereits dabei sind, Lösungen zu entwickeln, welche die WunderBar teilweise schon abdeckt, haben wir uns zwei „WunderBarren“ bestellt. Wir freuen uns darauf, erste Schritte damit zu unternehmen!